
The Superimposers - The Superimposers (Stereo DeLuxe/Edel) Als selbsternannte „Backstreet Country Boys“ aus den englischen Midlands kommen Dan Warden und Miles Copeland daher. Ihr lässiger weicher country-esker Gitarrenpop ist schnörkellos und unprätentiös und hat sein Fans auch in der Club-Szene gefunden, wie z.B. Gilles Perterson oder Jazzanova, die auch eine Song auf ihre letzte Compilation „Secret Love“ übernahmen. Das Nürnberger Stereo DeLuxe Label öffnet sich mit dem Debut-Album der Superimposers neuen Klängen, ohne jedoch dabei seinen sofabetonten loungigen Weg zu verlassen. Extrem entspanntes Hörerlebnis, Remixe werden hier bestimmt erfolgen.
Egoexpress - Aranda (Lado/Mute/Labels) Nach der Peitsche„Knartz IV“ nun das Zuckerbrot „Aranda“. Ein Track, dem sie den Beat geraubt haben, welches von Akkustik-Gitarre, Keyboard und Gesang über die Wolken gehoben wird. Grandios und vor allem auch eine Steilvorlage für Remixe. Einen haben sie direkt selbst gemacht, in ihrer typischen Art, effektvoll, knurrig. Lawrence greift noch mal das Thema des Originals auf, sein Remix verstärkt das Innehalten mit zusätzlichen Sounds und Effekten, lässt dem Track dadurch viel Platz zur neuen Entfaltung. Ein krasses Elektro-Monster, verzerrt und gestampft, kommt hingegen von Isolee. Überzeugende Mischung und wenn es nicht merkwürdig wäre eine 12“ viermal am Abend zu spielen, ein perfektes DJ-Tool. 
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Tocotronic - Pure Vernunft darf niemals siegen/Remixe (Kompakt Pop/Lado) Fast schon traditionell kümmert sich das Kompakt-Label um die Remixe von Tocotronic. Hier sind es Wassermann und Superpitcher, die den Protestsong ins Technogenre transportieren. „Pure Vernuft darf niemals siegen“ ist ein Manifest, ein typische Tocotronic-Hymne, die hier durch die Veredelung mit elektronischen Beats an Prägnanz gewinnt. Eine schräge Nummer, schwankend zwischen Fusion und parallel existierenden Song und Track, catchy. 
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Fat Freddy's Drop - Based On A True Story (Sonar Kollektiv/Rough Trade) Dem Recloose ist es zu verdanken, dass ein Whitelabel von Fat Freddys Drop aus seiner Wahlheimat Neuseeland vor Jahren im Sonar-Büro auftauchte. Eine glückliche Fügung, fand der Track dort regen Anklang. Nach diversen 12“-Kollaborationen nun das Album, welches in Neuseeland sogar Platin-Status hat. Ein schwingendes Album mit einen Reggaegerüst, durchzogen von Soul-, Folk- und HipHop-Elementen. Eine angenehme Zurückhaltung führt wie ein roter Faden durch das Album, trotzdem bietet sich eine musikalische Üppigkeit, welche die 7köpfige Band lässig präsentiert. Dazu die markant-soulige Stimme von Joe Dukie, dem Kopf der Truppe, und fertig ist ein perfekter Ausflug an einen der schönsten Strände der Südhalbkugel. 
!!! (Chk Chk Chk) - Get Up/Take Ecstasy With Me (Warp/Rough Trade) Eine Doppel A-Seite mit zwei Remixen. Auf der einen Seite interpretieren sie „Take Ecstasy with me“ von den Magnet Fields, auf der anderen Nate Dogg’s „Get up“.Im typischen !!!-Vibe kommen beide Tracks daher. „Get up“ als hochgeschwängerte urbane Beat-Bombe, frech und rotzig. „Take Ecstasy...“ dagegen eine Geburt aus den Sphären herab. Der 4/4 Takt marschiert, Effekte hallen, die Gitarre funkt. Sehr smooth, aber sehr direkt. 
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Trio Exklusiv - International Standards EP1 (Klein Records) Bläser tragen den Opener „Doors Open“ zu einer groovenden Funk-Nummer, die man gut in dem Film „French Connection“ unterbringen könnte. „Time To Feel“ mit dem New Yorker Sänger knüpft dort an, geht aber mehr Richtung Disco. Die Londoner Idjut Boys bearbeiten in dreifacher Ausführung den Track. Hier fusioniert der Funk-Track mit Dub und Jazz und wird ins Nightlife geschickt. Der letzte Track, „Slo-Mo-Dub“ hält was er verspricht. Mit Terry Calliers Vocals verabschiedet sich die von Patrick Pulsinger produzierte EP in den Sonnenuntergang. 
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Egoexpress - Hot Wire My Heart (Lado/Mute/Lables) Sechs Jahre sind vergangen seit dem letzten Egoexpress Longplayer „Bieker“, nun hat das warten ein Ende. „Hot Wire My Heart“ ist der neueste Wurf der beiden Hamburger Mense Reets und Jimi Siebels. Ende letzten Jahres war der Drang endlich da die neue Platte zu machen, das ging dann alles ziemlich schnell. Das Warten hat gelohnt, die Jungs präsentieren sich in Bestform. Hier derbe gebrettert, geknartzt, gerockt, alles was elektronische Geräte, Effekte und Beats hergeben. Aber hier ist auch Platz für Stücke wie „Aranda“ und „Links eine Hand“, die einen geschmeidigen Einstieg und einen türzuschmeißenden Abgang bieten. Garniert wird das ganze mit humoresken Einspielern a la „... und nimm deine Finger vom Keyboard, habe ich gesagt!!!“, die auch in voller (grins...) Textlänge bei CD/LP abgedruckt sind. Das passt schon alles gut zusammen, ein rundes Album, das eine Menge Spaß bereitet.
Boozoo Bajou - Killer (!K7) Bozoo Bajou melden sich zurück mit einem Appetizer auf das Ende August kommende Album „Dust My Broom“. Getragen vom prägnanten Ragga-Gesang des Londoner MC Top Cat ist „Killer“ ein rasanter Dancfloor Burner. Schwingende Percussions, Jazzige Drums und Dub-Elemente garantieren das. Der Remix von den Funky Lowlives elektrifiziert den Track und stellt einen Soca-Beat zur Verfügung, das klingt verdammt cool im Verbindung mit dem MC. Und Philadelphias King Britt macht das, was er am besten kann: Dicke fette Broken Beats auspacken, herrlich sperrig, aber treibend bis zum Bahnhof. Big Up, „Killer“ schlägt ein in allen Varianten! 
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Out Hud - It’s for You (!K7) „It’s For You“ ist die zweite Single-Auskopplung aus ihrem Longplayer „Let Us Never Speak Of It Again“ und einer meiner Lieblingstracks dieser LP. Eine kapriöse leichte Glanznummer mit charmantem Gesang von Sängerin Phyllis Forbes. Vollgestpoft mit Ächzen, Klingeln, Tasten und einer lässigen Gitarre. Der Remix von Rub’n’Tug begradigt den kurvenreichen Fluß fast Trance-artig mit einer schweren Basslinie, unweigerlich auf die Tanzfläche zerrend! Out Hud sind ein sprudelnder Quell, ihre Mischung aus Hardcore, Rap, Post Rock, Dancehall, Dub und Punkrock ist erfrischend laut. LP kaufen! 
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Jansen & Kowalski - Action (Four Music/Universal) Das ist sie nun, die neue Hoffnung der deutschen Pop-Musik mit Hipster-Faktor. Mit „Mamacita“ hatten sie einen beachtlichen Erfolg im letzten Jahr und wurden sogar zu Raabs Bundesvision Songcontest eingeladen. Zu Recht, Das Stück ist ein sympathisches Kleinod und überzeugte auch mit den Remixen. Aber was hier jetzt passiert bleibt mir ein Rätsel. Mit der Brechstange wird hier ein hippes Album präsentiert, das geht ziemlich schief. Die angepriesene Frische des Werkes klingt in den meisten Fällen fahl. Ausgeleierte Reime und Schlüsselwörter wie „cool“ und „geil“ bereiten mir Kopfzerbrechen, allein die Musik schafft es ab und an den Funk zu versprühen.
Tony Rohr - Water, Water Everywhere (Electric Avenue/Intergroove) Seine Musik trägt das Prädikat Voodoo Techno, die vorliegende 12“ untermauert das. Tony Rohr, Techno-DJ und Party-Veranstalter der ersten Stunde in den USA, überzeugt mit treibenden Beats, die ein Geheimnis mit sich tragen. Unter Hochspannung fressen sich die Tracks ins Unterbewusstsein und zeigen uns, dass sie mehr sind als nur Techno-Tracks. 






Philip Bader - Mes Amis (Electric Avenue/Intergroove) Die Helden der Kindheit geben den Tracks von Bader die Namen. „Hui Buh“ und „Perry Rhodan“ sind munter rockend marschierende elektroide Techno-Stampfer mit äußert minimalem Einsatz. Das Debut des Berliner Djs, der hier schon in allen relevanten Clubs aufgelegt hat, ist vielversprechend und bringt den Arsch zum Wackeln. 
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White Light Circus - Marching Orders (DC Recordings/Kompakt) Hinter White Light Circus verbirgt sich Dean Meredith, bekannt durch seine Arbeit mit Andy Meecham als Big Two Hundred & Chicken Lips. „Marching Orders“ ist sein Solo-Debut und der gleichnamige A-Seiten Track ist eine Hommage an die Italo-Disco. Merkwürdig blechern mit Drum-Machine und Electronic Handclaps, sowie weiteren bleependen Effekten stampft der Beat roboteresk durchs Unterholz. „The Shot!“ baut sich langsam auf, ähnlich metallisch, steigert sich in eine Mid-Tempo Electro-Disco Nummer, der man die Geschwindigkeit abgewürgt hat. Gerne würde ich auf 45rpm hochstellen. Hmmm... warum nur? Seelenlos und verloren.
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