21.05.2004:

uneinig oder auch drei ecken, kein elfer im zusammenhang mit dem aktuellen titelthema des AT HOME stellt sich für uns natürlich die frage: was hat fußball eigentlich mit musik zu tun und umgekehrt??? 
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(nanijuana) nun. es gibt natürlich den ein oder anderen song zum thema („football´s coming home“, „eat my goal“ etc.), zudem haben sich vor über 30 jahren bekannte größen wie beispielsweise franz beckenbauer auch mal am mikro versucht („gute freunde kann niemand trennen“). erwähnen muß man dann nartürlich auch die compilations, die die lieblingsmusik von beispielsweise lars ricken oder mehmet scholl präsentieren und uns den eindruck vermitteln sollen, dass der fußballer an sich musikalisch aufgeschlossen und sein geschmack fernab vom mainstreamchartsgeballer einzuordnen ist. auch die hübschen liedchen, die in jedem stadion zu hören sind und die sich durch eingängige melodien, vor allem aber durch die anspruchvollen lyrics auszeichnen („schiri, wir wissen wo dein auto stand, hat gut gebrannt“ oder „arbeitslos und kein geld im portemonnaie, scheiß rwe…“ könnte man ja durchaus mit musik in verbindung bringen. oder? ich meine…nein. musik und fußball haben, sofern man einen anspruch daran hat, nicht wirklich was miteinander zu tun. genausowenig wie die love-parade mit einer demo oder gebäck mit tonträgern. deswegen gibt´s dazu an dieser stelle auch nichts mehr zu sagen. spielt fußball, guckt fußball oder macht musik, hört musik. nur versucht es nicht zu verbinden. das kann nur schief gehen. sonst landet ihr am ende als musiker oder dj auf einem jugendfußballturnier in hagen-haspe incl. autogrammstunde mit rudi völler und es fühlt sich einfach nicht richtig an.
(jay-so) ich sehe das wiederum ganz anders: fußball geht gar nicht ohne musik. ich gehe jetzt mal von der musik aus, die einen rhythmus in sich trägt. also: jeder noch so komplexe bewegungsablauf, im schönsten falle ein erfolgreicher fallrückzieher, lässt sich in einzelne teilbewegungen zergliedern. und erst durch ihre dynamische gruppierung und die akzentuierung einzelner bestandteile in einer zeitlichräumlichen ordnung wird ein bewegungsablauf rhythmisch. diese ausgeprägte rhythmisierungsfähigkeit ist augenscheinlich bei fast allen guten fußballspielern zu beobachten, auch wenn manche teams tango und andere samba auf den rasen zu legen scheinen. ... sagt ein musikliebendergutenfußballschätzendergast 
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(staus) so, das war’s dann also wieder für dieses jahr. endlich wissen wir wer meister ist und vielleicht doch nicht international spielt, wir wissen wer zwar absteigt aber nächste saison doch nicht im zoo stadion spielen darf und wir wissen, dass man nicht gerade eine leuchte sein muss um deutschlands grosse hoffnung zu sein. was wir nicht wissen ist, welcher song diesen sommer den weg vom ballermann in die deutschen charts und somit auch die deutschen stadien schaffen wird. am ende einer saison kann man immer sagen, wer oben steht ist verdient meister! bei den charts kann man hingegen meistens sagen, wer oben steht, ist wohl gecastet. aber ich will ja gar nicht meckern, musik ist geschmacksache und jedes land hat die charts, die es verdient. was ich sagen will ist, dass man um gute musik zu hören vielleicht ein wenig stöbern muss, und sich nicht von zuviel radioeinerlei erdrücken lassen darf. wer jedoch guten fussball sehen will, muss nicht unbedingt beim sv heckinghausen suchen, sondern darf sich getrost an spielklassen orientieren. je höher, desto besser ist meistens treffend. fussball ist wettbewerb, der bessere gewinnt – musik ist kunst, der bohlenste gewinnt (boa, wie platt)…da liegt wohl der unterschied! |