forumnewsarchivkalendersitemapimpressumkontakt Druckversion dieser Seite
Diese Seite an einen Freund schicken
  www.beatzundkekse.de    beatz    dr. nacht rezensiert    archiv    dezember 2005  
homepage
beatz
dr. nacht rezensiert
archiv
athome magazin
deli-kutt's
sodapop-pics
kekse
mybuk
kalender
RSS 2
platten im dezember:

V.A. – Music For Modern Living 9 (Audiopharm/SPV) Im zehnten Jahr und mit der neunten Folge von „Musik For Modern Living“ besinnt man sich im Hause Audiopharm, was dort immer am wichtigsten war: Soul! Natürlich in seinen vielen Erscheinungsformen, hier wird die Brücke geschlagen von Gestern nach Heute und Morgen. Klassische Soul Tracks wie Edwin Starrs „There You Go“ finden sich hier ebenso wie Northern Soul (Frank Popp), funked HipHop (Ugly Ducking feat. Grand Puba), Jazz (Nicola Conte), Breakbeats (Boca45) oder Lounge (Rubin Steiner). Fusion ist das Handwerkszeug, lebendige Vielfalt das Ergebnis. Eine auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche, aber dennoch gut funktionierende Mischung! Anspieltipps: Mark Rae: Medicine (Kraak En Smaak Remix), Folke Jensen: Tatort, Trashmonkeys: The Maker (Frank Popp Remake)

 

Colossus – West Oaktown (OM Records/ Rough Trade) Dir gefällt die eine Version nicht? Dann checke mal die andere. Charlie Tate aka Colossus (und auch als King Kooba bekannt) präsentier und hier gleich zwei Versionen seiner aktuellen CD/LP. Erstere ist ein schwappendes Jazz-Soul-Oeuvre. The Roots, Roy Ayers und seine Heimat West London haben prägenden Einfluss genommen. Schwer schleppt sich der Beat, wird gebrochen und versprüht dabei ordentlich Funk. Die zweite CD ist astreiner fetter HipHop, behält aber dennoch den musikalischen roten Faden der ersten CD. Hier trifft man auch auf den MC Capital A, den man in Deutschland durch diverse Veröffentlichungen und Auftritte beim Sonar Kollektiv Label kennt. Keine schlechte Wahl. Wie auch insgesamt diese Doppel-CD keine schlechte Wahl ist. Beide Teile haben ihr eigenes Profil, sind aber auch ein gutes Doppel.










Mattafix – Sign Of A Struggle (Virgin Music) Jeder EU-Parlamentarier und –Ratspräsident müsste sie eigentlich vor sich herschieben ins Scheinwerferlicht, dieses vorbildliche Duo mit verschiedener ethnischer Herkunft. London wird seinem endlich mal seinem Schmelztiegelruf gerecht. Marlon Roudette hat englische und karibische (St.Vincent) Vorfahren, das Elternhaus von Preteesh Hirji ist indisch. Eine zufällige Begegnung brachte die beiden Jungs zusammen und sie schafften es ihre unterschiedlichen Wurzeln perfekt zu synchronisieren. Und dafür ist London natürlich der perfekte Ort mit seiner unglaublichen musikalischen Breite. Ein extrem lässiger Slomo-Downbeat durchzieht das ganze Album, ebenso wie eine feine Melancholie, als ob sie den Blues hätten. Ansonsten treffen wir hier aber auf viele Elemente wie ausgedehnte HipHop-Passagen, Bhangra- & Calypso-Klänge, Roots-Reggae oder Soul. Das klingt sehr flüssig und unprätentiös. Hoffen wir dass die beiden Londoner sich nicht verheizen lassen und das ganze Ethno-Vorbild-Geschwätz nicht allzu ernst nehmen, damit sie sich weiter entfalten können. Musicians of the world unite!



V.A. – Terry’s Café 8 (Plastic City/Intergroove) Terry Lee Browns Mix-Compilation Serie gilt bei den House-Fans als eine der Beliebtesten. Deshalb geht sie natürlich schon in die achte Runde, für Compilations aus dem Club-Bereich schon ein gutes Alter. Natürlich geht es hier um House, aber der altgediente DJ und Produzent – 1989 begann er mit dem Auflegen- weiß natürlich wie man mit diesem Genre jonglieren kann. Und es macht Spaß zuzuhören. Die Trackauswahl ist sehr variabel, sie wechselt zwischen Deep House, Tech House und Minimal House und variiert damit geschickt Tempo und Klangfarbe. Man kann sie nicht nur als DJ-Ersatz für die Party benutzen, sie versüßt ebenso eine lange Autobahnfahrt oder den Abend zu Hause auf dem Sofa. Terry Lee Brown Jr. beweist Liebe und Leidenschaft zur Musik mit dieser CD und belohnt uns am Ende der CD mit einem neuen eigenen Track, der ein gutes Gefühl hinterlässt. Anspieltipps: Terry Lee Brown Jr.: Time Out, Kraak & Smaak: Everything Is Plastic, Slam Feat. Tyrone Palmer: This World (Wighnomy Brothers & Robag Wruhme Remix)


Super Numeri – The Welcome Table (Ninja Tune Rough Trade) Das neue Werk von Super Numeri frisst sich in die Ohren. Leider richtet es dabei einigen Schaden an. In epischer Breite kommt die Platte her, mit Tracks von 6:26 min. bis hin zur 24minütigen Endlosschleife. Das Musikerkollektiv aus Liverpool beschwört alte Geister des Psychedelic Rock, verpackt das in die Jetztzeit, mit etwas Elektronik dabei. Im Platteninfo tauchen Worte wie Tantra oder Ashram auf, ich glaube ich bin hier im falschen Film. Es fällt mir schwer der Platte zu folgen, alles läuft in Zeitlupe ab, ist schwülstig und ganz und gar unoriginell. So wie sich die Musiker in ihre Tracks hineinsteigern, so werde ich immer mürber. Ohne Drogen ist so etwas schwer erträglich. Mit Drogen wüßte ich allerdings auch ein paar Platten die ich lieber hören wollte …










Secret Mommy – Very Rec (Ache Records) Sport und Musik kennen wir eigentlich nur als Sendung, wenn Samstag Nachmittag die Fußball-Bundesliga im Radio übertragen wird und dabei von unerträglich grässlicher Musik unterbrochen wird. Der Kanadier Secret Mommy führt beides zusammen und präsentiert ein originelles Album, welches in jedem seiner elektroiden Tracks auf eine Sportart und deren Typische Geräusche eingeht. Das gelingt leider nur teilweise. Tracks wie „Tennis Court“, Squash Court“ oder „Basketball Court“ sind leicht identifizierbar und entwickeln eine eigene typische Dynamik voller Leichtigkeit und Witz. Viele andere Tracks aber bleiben schwer identifizierbar, gewinnen kein Profil und bleiben einfach im elektronischen Sumpf stecken. Schade, da war mehr drin, vielleicht klappt es ja nächste Saison.



V.A. – c/o pop Festivalcompilation 2005 (c/o pop/ Rough Trade) Wahrscheinlich es gar nicht schlecht gewesen, dass sich die „Popkomm“ nach Berlin verp***t hat und Köln für kurze zeit in einen posttraumatischen Schockzustand versetzt hat. Denn dieses Vakuum wurde schnell gefüllt, direkt im Jahr danach –2004- mit der „c/o pop – cologne on pop“. Diese von Norbert Oberhaus und Ralph M. Christoph ins leben gerufene Nachfolgeveranstaltung schlug auf Anhieb ein, ganz und gar unprätentiös, voller Elan und Aufbruchsstimmung. Die 2005er Ausgabe setze diesen Trend fort, etwas kompakter und auf wenige Tage reduziert, aber dennoch mit mehr Veranstaltungen. Die nun erscheinende Compilation präsentiert einen interessanten Querschnitt von den Acts, die das Festival beschallt haben. So sind hier natürlich Gallionsfiguren der deutschen elektronischen Musik wie Ricardo Villalobos, Michael Mayer, Egoexpress oder Wighnomy Brothers, aber auch lokale Nachskünstler wie Prosumer oder Audio Werner vertreten. Internationale Beiträge gibt es z.B. von Ferenc (Spanien) oder Annie. Ein pulsierende Doppel-CD, die zeigt, dass elektronische Musik sehr abwechslungsreich sein kann, wie es auch das Festival gezeigt hat. Wir sehen uns 2006 … Anspieltipps: Annie: Heartbeat (Phones Maximo Park Remix), Mayer/Aguayo: Slow, Ferenc: Vinagreta

 

Raz Ohara – Hymn Mixes (Kitty Cuts/Intergroove) Vielen dürfte noch der Original Mix von „Hymn“ aus dem letzten Jahr in den Ohren liegen. Ein trauriges Schifferklavier und jede Menge Fernweh. Hier nun vier eigenwillige Interpretationen: Jahcoozi verwandelt –ohne Melancholieverlust- den Track in einen pfeifenden Oizo-esken Pfft-Pfft Marsch. Knirsch. Richard Davis kommt mit einem deepen warmen Housetrack, um direkt mit seinem zweiten Mix noch ein große Portion Acid ins Rennen zu werfen. Und Litwinenko präsentiert uns schließlich noch ein knorrig wandelndes Untergrundgewitter. Frickelig schöne EP.


nach oben


weiber.kram Trödelmarkt






Ausgabe 11/2006 ab sofort im Handel mit folgenden Themen: Chris Liebing, Cosmic Gate, Heiko Laux, Knee Deep, Milk and Sugar, M.A.N.D.Y., Chicago Special, etc. (www.raveline.de)





aus dem archiv:
August/September 2006 mit Plaid & Bob Jaroc, Movements 2, New Flesh, DJ Krush, DJ Spinna, etc.
jetzt lesen
Juni/Juli 2006 mit Phoenix, Herbert, Boards Of Canada, Richard Dorfmeister vs. Madrid De Los Austrias, etc.
jetzt lesen
Mai 2006 mit Adem, Dublee, Klein, Gnarls Barkley, Jamie Lidell, Zero DB, etc.
jetzt lesen
April 2006 mit Morrissey, Gerd, Ursula 1000, Ascii Disko, Swayzak, Analord, etc.
jetzt lesen
März 2006 mit Tosca, Nightmares On Wax, Urban Delights, Markus Güntner, Skye, etc.
jetzt lesen
Februar 2006 mit Roy Ayers, Exillon, Voom Voom, Stereo Total, Microsillon EDU K und Prefuse 73
jetzt lesen
Januar 2006 mit Egoexpress, Boozoo Bajou, Compost Black Label und dem Sampler Echo Beach.
jetzt lesen
Dezember 2005 mit Colossus, Mattafix, Terry's Cafe, Secret Mommy, c/o Pop und Raz Ohara.
jetzt lesen
November 2005 mit Dub Club, Marcus Worgull, Sofa Surfers, Jazzflora, Princess Superstar, Mozez, etc.
jetzt lesen
Oktober 2005 mit Balkan Beat Box, Lotek Hi-Fi, Confutatis, Torpedo Boyz, Guido Schneider, etc.
jetzt lesen
September 2005 mit Mr. Oizo, Sonar Kollektiv, Tosca, Goldfrapp, Frank Popp Ensemble, etc.
jetzt lesen
August 2005 mit Superimposers, Egoexpress, Tocotronic, Fat Freddy's Drop, Boozoo Bajou, etc.
jetzt lesen
Juli 2005 mit Funky Lowlives, Sell & Snackman, Rivera Rotation, Ferenc, John Tejada & Adrian Leviste, etc.
jetzt lesen
Juni 2005 mit Gilles Peterson in Africa, Urbs, Lawrence, Bebel Gilberto, Richard Davis, Roisin Murphy, etc.
jetzt lesen
Mai 2005 mit Superpitcher, Maximo Park, Boom Dip, Recloose, Kosma, Mack and MKB, etc.
jetzt lesen

© 2004-2010 beatz und kekse | Letzte Änderung dieser Seite: 26.07.2007 | Zur Zeit sind 7 Gäste und 0 Mitglieder online. | Du bist ein Gast.