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platten im juni:

V.A.- Gilles Peterson in Africa (Ether Records) Was gibt es zu Gilles Peterson noch zu sagen? Dieser Mann gehört im Club-Sektor eigentlich schon zur Allgemeinbildung … Seit Mitte der 80er bewegt er sich auf diesem Terrain mit einem unglaublichen Gespür und Geschmack für Musik. Vieles machte er erst möglich, er lief keinem Trend hinterher, er setzte ihn, wie z.B. Acid Jazz, NuJazz … Sowohl als DJ als auch als Radio-DJ/Moderator hat es sich weltweit eine Fan-Gemeinde geschaffen. Mit dieser Compilation - dem Nachfolger der erfolgreichen „Gilles Peterson in Brazil“ – verneigt er sich vor seinen Wurzeln. Früh beeinflusste ihn afrikanische Musik, vor allem Manu Dibango und Fela Kuti. Diese Doppel-CD ist aufgeteilt in „The Soul“ – dort sind Tracks von afrikanischen Künstlern wie Miriam Makeba, Manu Dibango, etc. – und „The Spirit“ – hier gibt es Remixe von der afrikanischen Musik von Masters At Work, IG Culture, Thievery Corporation etc. - sehr schöne Idee, sehr gute CD, kaufen! Anspieltipps: Thievery Corporation feat. David Byrne – The Heart’s A Lonely Hunter, Cesaria Evora – Angola (Carl Craig Remix), Manu Dibango – New Bell

 

Geiger - Out Of Tune (Firm/Kompakt) No Style, no Genre. Geiger präsentiert sein neues Album mit einem Ausflug quer durch die Styles und Genres. Pumpende Techno-Tracks treffen hier auf Folk-Balladen, Sound-Collagen und Schrammel-Songs. Das ist ein besonderes Vergnügen, denn hier findet keine bloße Aneinanderkettung von verschiedensten Tracks statt, sondern eine durchkomponierte Platte, die Soundtrack-Qualitäten hat. Wer macht den Film dazu? Einen Road-Movie bitte, mit Willem Dafoe, Natalie Portman und einer Nebenrolle für mich.











Chok Rock - Big City Loser (Warp/Rough Trade) Willkommen im Reich des hyperaktiven Gael Baillier. Krrrrrrk... Der umtriebige Franzose mit Wohnort Paris malträtierte früher seine Freunde mit nicht-endenen Van Halen-Style Gitarren-Solos, nun macht er es mit kranker elektronischer Musik. Krrrrrrk... Funk dekonstruiert, verblechert, verrückt. Krrrrrrk... Pariser Party-Musik, brutal, schön und sexy. Krrrrrrk...

 

The Funky Lowlives - Sail into the Sun (Modernsoul/SIB) Vorabauskopplung ihres Ende Juni erscheinenden Albums „Somewhere Else Is Here“. Mit ihrer neuen Single katapultieren uns in den Sommer. Warme trippige Downbeats, souliger Gesang und eine große Portion Lockerheit kicken den Track auf die Gewinnerseite. Der Remix von Nightmares On Wax tauscht die vorhandenen Beats gegen einen skurrilen HipHop Trip, korrekt. Und der King Unique Remix setzt auf treibende deepe Housebeats. Gelungene Trackauswahl, für alle alles oder etwas dabei.



Urbs - Toujours le même Film… (G-Stone Recordings) Vielleicht auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich, was uns hier aus der Wiener Downbeat-Schmiede G-Stone präsentiert wird, zumal hier Chef-Schmied Peter Kruder koproduziert hat. Aber es war ihm ein persönliches Anliegen das Talent des Paul Nawrata aka Urbs mit Hilfe dieser Platte zu fördern. Eine musikalische Reise in das cineastische Frankreich der 60er Jahre, ein ganz persönlicher Soundtrack des Herrn Nawrata. Sehr emotional, verspielt und glücklicherweise kein bisschen angestaubt, dafür sorgte auch Herr Kruder höchstpersönlich an den Studioreglern. Ein elegantes Werk, zeitlos, Trend-verachtend in einer schnelllebigen Zeit. G-Stone konnte schon immer solche Highlights setzen!



Lawrence - The Night will last forever (Dial/Ladomat/Mute) Kaum einer hat das neue Lawrence-Album mehr ersehnt als ich. Die Erwartungshaltung gespannt und... danke! Peter Kersten ist immer noch unterwegs und saugt die Eindrücke seiner Zugfahrten zwischen Heimat und Auftrittsorten weiterhin auf wie ein Schwamm. Der wird dann ausgedrückt in elektronische Melodien, Singale, Beats und Bleeps. Und das fesselt mich an meine Kopfhörer. „The Night Will Last Forever“ fordert schon wesentlich mehr zum Tanz auf als sein Vorgänger, aber Momente zum verharren und Augen schließen gibt es hier auch genug. Seine Musik dringt unaufdringlich in die Gehörgänge und fließt wie auf Gleisen in den Kopf und in die Beine...Emotionen in allen Variationen werden ausgelöst. Eine perfekte Mischung, er hält die Klang- und Tonspuren geschickt in der Hand, so dass man sich fast wie eine Marionette vorkommt, die sich gerne überall hin führen lässt. Hoffen wir, dass Peter Kersten niemals ankommen wird!



Bebel Gilberto - Bebel Gilberto Remixed (V2) Bebel Gilberto hat mit ihrem elektronisch angehauchten Bossa Nova die Welt erobert und da gehört natürlich auch der ein oder andere DJ oder Produzent dazu. Auf dieser Platte verneigen sie sich vor ihr und veredeln Bebels Tracks mit ihren Remixen. Dazu gehören bekannte Namen wie DJ Spinna, Thievery Corporation, aber auch aufstrebene Talente wie Nuspirit Helsinki, Telefon Tel Aviv oder Steve Miller von Dubstar. Dabei stechen vor allem die Remixe von Nuspirit Helsinki (deeper Beat, warme Steicher), Steve Hillier (sanfter, aber zwingender Traumtrip) und DJ Spinna (jazziger ruhiger HipHop) heraus. Ansonsten leider etwas zu beliebig und mehr Masse statt...

 

Richard Davis - Details (Kitty Yo/Intergroove) Der in Berlin lebende Engländer Richard Davis wirft den Nachfolger seine House-Meisterwerkes „Safety“ ins Rennen. Dabei ist im großes Tennis gelungen, einer der beachtenswertesten Hybride aus Pop und House. Man befürchtet fast, dass sein zarter Gesang am Beat zu zerbrechen droht, aber er behält die Oberhand und treibt den Track in Richtung Song. Unterstützung bekommt er dabei von seinen fast unscheinbaren, aber akzentuiert gesetzten Effekten und Sounds. Das funktioniert im Club und auf dem Sofa. Besser kann ein Nachfolger kaum sein.

 

Jamie Lidell - When I come back around (Warp/Rough Trade) Das erste Lidell Soloalbum seit fünf Jahren wirft seine Schatten voraus, in Form dieser Single-Auskopplung. Er präsentiert sich hier mit kraftvollem Gesang und erschreckend fetzigem frischen Funk. Eckig, poppig, überzeugend, so hätte Jamiroquai gerne geklungen... her mit dem Album.










Eddy meets Yannah - Just Like (Compost) Die Compost Crew hat eben den Riecher für feinen Broken Beats/NuJazz/Fusion Stuff. In ihrer Heimat Kroatien längst bekannt mit Starqualitäten, sind Eddy & Yannah hierzulande bisher nur dem Szenegänger aufgefallen. Mit ihrer ersten gemeinsamen Platte stoßen sie die Tür weiter auf, sie hat das Zeug zum sommerlichen Geheimtipp und Urlaubsbegleiter zu werden. Extrem lässige Broken Beats, Soul, House und Brazil (perfekt inszeniert und arrangiert von Eddie), dazu die güldene Stimme von Yannah. Eine Offenheit, die man heutzutage leider bei vielen Produktionen dieser Art vermisst. Hier spürt man die Nähe zum Mittelmeer.

 

T.Raumschmiere - Sick like me (Novamute) Rock-Infektion auch bei T.Raumschmiere. Ordentlich krachender Digi-Punkrock schockt wahrscheinlich den ein oder anderen Puristen, kickt aber gewaltig. Der Motor London Remix von „Sick Of Me“ springt mit einem digitalen Beat ein, verzerrt Stimmen und bügelt Sound-Effekte drüber. Hingegen der Motor Tokyo Remix mit noch konsequenterer Digital-Coolness und fast ganz geraubtem Punkrock, bis auf seine energetische Stimme, die hier gut zur Geltung kommt. Ein Interessanter Vorbote auf das im August erscheinende Album „Blitzkrieg Pop“.

 

Kaos - Now and forever/Feel like I feel (K7) Die zweite Single-Auskopplung aus dem respektablen Kaos Album „Hello Stranger“ und ein ordentliches DJ-Tool. Die belgischen Party-Peitschen The Glimmers verwandeln „Feel Like I Feel“ in – na klar – eine Party-Granate. Zündung garantiert. „Now And Forever“ im Original-Mixv mit feinem Gitarrenlauf, Groove, Rotz und Kick. Im Optimo-Remix statt Gitarre mit Synthie und derben Beat, der die Tanzfläche erschüttert.



Fenin - Grounded (Shitkatapult) Das lang erwartete Debut-Album von Fenin. Nach mehreren 12“ bei verschiedenen Labeln ist er mit „Grounded“ wieder bei Shitkatapult, dort wo alles anfing. Unschwer erkennt man hier, dass er seine Wurzeln im Reggae und Dub hat, seit Ende der 80er ist er als Musiker unterwegs und hate auch seine eigene Reggaeband Tribal Notes. Im Laufe der Jahre wurde er von der wummernden elektronischen Berliner Club-Szene infiziert und ließ dass auch in seine Musik einfließen. Herausgekommen ist elektronischen Dub-Reggae-Album der feinen Art, entstanden in Studiohandarbeit im klassischen Overdub-Verfahren live am Mischpult. Dub im ursprünglichen Verständnis. Das spürt man, die Wurzeln stehen im Vordergrund, die Elektronik dient als Vehikel. Das Ergebnis ist vielversprechend warm, vielfältig und bringt Schwung in die etwas... langsame Reggae-Musik.


Saint Etienne - Tales from Turnpike House (Sanctuary) Nach langer Schaffenspause endlich wieder da. Saint Etienne präsentieren uns auch nach 15 Jahren immer noch süße Glam-Pop-Perlen und sanfte Melodien mit anpruchsvollen Texten. Obwohl sie immer irgendwie ein Bein in der Club-Szene haben, ihre Produktionen haben immer wieder ein paar Dance-Rhythmen auf Lager. Sei es als Bestandteil der Rave-O-Lution Ende 80er/Anfang oder zusammen mit Paul Van Dyk und „Tell Me Why“. „Tales From Turnpike House“ erzählt in 12 Songs die Geschichte eines fiktiven Sozialwohnungsprojektes... keine Angst, kein hippie-esker Klampfen-Kram, sondern feinste Pop-Musik, melodiös und tres chic.



Andreas Dorau - Ich bin der eine von uns beiden (Mute) & Kein Liebeslied (inkl. Remixe von DJ Koze, Gebr. Teichmann, T.Raumschmiere) Abgefahren... Der Mann mit der gespalteten Persönlichkeit, mit zwei Herzen in seiner Brust. Da gibt es Dorau, der für die Bassdrum zuständig ist und u.a. mit Herrn Köhncke (Gruß!) Tracks wie „Durch die Nacht“ und eben Andreas... mit dem haben wir es hier zu tun, die Schlager-Diva, den Chansonier, der uns schon mit Krachern wie „Girls in Love“ beglückte. „Ich bin der eine von uns beiden“ präsentiert einen bunten Strauß Melodeien, die er mit seiner unverkennbaren Strimme dahersäuselt. Ob es „Schwarze Furchen“ sind, die in Berlin marodieren, oder „Liebeslied“, das eigentlich kein Liebeslied sein soll. Songwriter-Balladen, Mitgröl-Hits, humoresk und intensiv. Andreas öffnet sein Herz (das eine) und auf der aktuellen Auskopplung „Kein Liebeslied“ kommt auch Dorau auf seine Kosten. 3 knackige Remixe von Koze (sanft geklöppelt), Gebrüder Teichmann (Aciiid!) und T.Raumschmiere (schön gestampft) veredeln die Maxi.



Roisin Murphy - Ruby Blue (Pias) Eine bemerkenswerte Kollaboration steckt hier hinter. Roisin Murphy ist die ehemalige Sängerin von Moloko und nun auf Solo-Pfaden unterwegs. „Ruby Blue“ ist ihr Debut-Album. Produziert wird sie vom Allround-Genie Matthew Herbert. Herausgekommen sind drei Pop-Perlen mit der Herbert’schen Handschrift. Ein wenig orchestral, schräg hüpfend, mit klassischer Chanson-Note. Sehr musikalisch, aber dennoch mit der Stimme eindeutig im Vordergrund. Und die ist schön...


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MELZ FASHION




Ausgabe 11/2006 ab sofort im Handel mit folgenden Themen: Chris Liebing, Cosmic Gate, Heiko Laux, Knee Deep, Milk and Sugar, M.A.N.D.Y., Chicago Special, etc. (www.raveline.de)




aus dem archiv:
August/September 2006 mit Plaid & Bob Jaroc, Movements 2, New Flesh, DJ Krush, DJ Spinna, etc.
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Juni/Juli 2006 mit Phoenix, Herbert, Boards Of Canada, Richard Dorfmeister vs. Madrid De Los Austrias, etc.
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Mai 2006 mit Adem, Dublee, Klein, Gnarls Barkley, Jamie Lidell, Zero DB, etc.
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April 2006 mit Morrissey, Gerd, Ursula 1000, Ascii Disko, Swayzak, Analord, etc.
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März 2006 mit Tosca, Nightmares On Wax, Urban Delights, Markus Güntner, Skye, etc.
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Februar 2006 mit Roy Ayers, Exillon, Voom Voom, Stereo Total, Microsillon EDU K und Prefuse 73
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Januar 2006 mit Egoexpress, Boozoo Bajou, Compost Black Label und dem Sampler Echo Beach.
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Dezember 2005 mit Colossus, Mattafix, Terry's Cafe, Secret Mommy, c/o Pop und Raz Ohara.
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November 2005 mit Dub Club, Marcus Worgull, Sofa Surfers, Jazzflora, Princess Superstar, Mozez, etc.
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Oktober 2005 mit Balkan Beat Box, Lotek Hi-Fi, Confutatis, Torpedo Boyz, Guido Schneider, etc.
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September 2005 mit Mr. Oizo, Sonar Kollektiv, Tosca, Goldfrapp, Frank Popp Ensemble, etc.
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August 2005 mit Superimposers, Egoexpress, Tocotronic, Fat Freddy's Drop, Boozoo Bajou, etc.
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Juli 2005 mit Funky Lowlives, Sell & Snackman, Rivera Rotation, Ferenc, John Tejada & Adrian Leviste, etc.
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Juni 2005 mit Gilles Peterson in Africa, Urbs, Lawrence, Bebel Gilberto, Richard Davis, Roisin Murphy, etc.
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Mai 2005 mit Superpitcher, Maximo Park, Boom Dip, Recloose, Kosma, Mack and MKB, etc.
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