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V.A. - Today/Mixed & Compiled by Superpitcher (Kompakt) „Na endlich...“ wird er sich wohl gedacht haben, als Superpitcher den Auftrag für die nächste Ausgabe der traditionellen Kompakt Mix-CD-Reihe bekommen hat. „Warum habe ich wohl diesen Namen?!“ Ganz genau... Nach Tobias Thomas, Triple R, DJ Koze und Michael Mayer ist er nun an der Reihe. Ein Blick über die Trackliste, schon hat er bei mir gewonnen, mit den beiden das Oeuvre umrahmenden Tracks von Lawrence („Sparks“ - Intro) und Sebastian Tellier („La Ritournelle“ - Outro). Die zwei Musiker haben mir in den letzten 1 1/2 Jahren mit die schönsten musikalischen Momente bereitet! Lawrence beginnt also den Reigen, ein sanfter Einstieg, der uns von den Vorzügen elektronischer Musik erzählten möchte. Immer mehr Tonspuren vereinigen sich zu einem Strom, der uns nach und nach unwiderstehlich in den Bann zieht, bevor dann endgültig dem zweiten Track von DJ Koze die Betriebstemperatur erreicht wird. Das feine an dieser CD ist, dass hier nur stur losgerockt wird bis zum Ende. Eine Dramaturgie, die uns Luft holen lässt, die den Atem stocken lässt, aber dennoch NIE loslässt. Das Niveau bleibt oben, die Trackauswahl von Michael Mayer (Matius Aguayo Mix), Wignomy Bros über The Psychonauts (Highfish Mix), Nathan Fake etc. lässt keine Ruhepause zu. Minimalismus wie er tanzbarer kaum sein kann, perfekt für meine Autobahnfahrt von Wuppertal nach Köln, perfekt für die Party ohne DJ. Techno, super gepitcht, danke. Anspieltipps: Superpitcher – Hapiness (Lawrence Mix), Nathan Fake – Dinamo, DJ Koze – Let’s Help Me.
Boom Dip - Do‘s ans Dont‘s (Lex/Warp/Rough Trade) Aus Ohio kommt Boom Dip, der nach seinem Debut 2002 nun sein zweites Album „Blue Eyed In The Red Room“ veröffentlicht hat. War er damals noch ein reiner Laptop-Soundtüftler, spielt er heute fast alle Instrumente live ein „Do’s and Don’ts“ ist eine Auskopplung nur als limitierte 7“ zu bekommen. Ein psychedelischer Trip zwischen Pink Floyd und Robert Wyatt mit kolossalem Basslauf, gesungen von Super Fury Animals-Sänger Gruff Rhys. 
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Maximo Park - A certain Trigger (Warp/Rough Trade) Ungewöhnlich ist es immer noch ein wenig, wenn Gitarrenklänge von Sheffields Vorzeige-Label erklingen. Aber Maximo Park sind das Steckenpferd von Warp-Boss Steve Beckett, mit ihnen soll sich das Label musikalisch neu definieren und ergänzen, da sie laut Beckett etwas haben, was seiner Zeit Pulp und Jarvis Cocker ausmachten: Lockerheit, Originalität, Leidenschaft und den Witz, den man braucht, um das beschissene Leben in Großbritannien zu ertragen. Nach ihren beiden Single-Veröffentlichungen haben das auch die Leute außerhalb ihrer Heimat Newcastle mitbekommen, die Band um Frontmann Paul Smith startet durch. Ihr Debut-Album erzählt ihre Geschichten, ihr Leben in „Boring Newcastle“, offen und emotional. Ganz unverkrampft definieren sie ihren Sound, Pop-Songs, die sie aber nach Belieben unterwandern, so dass Perlen entstehen wie das hymnische „Going Missing“ oder das rotzige „Graffiti“ (Single-Auskopplung!). Maximo Park können eine große Rolle spielen und dieses Jahrzehnt mit einer neuen Brit-Pop Welle beglücken.
Recloose feat. Joe Dukie - Dust (Peacefrog/Rough Trade) „Dust“ ist das Debut von Recloose auf dem Peacefrog-Label und der Appetizer auf das bald erscheinende Album „Hiatus on the Horizont“. Vor allem aber ist es eine Uplifting Dancefloor-Bombe. Ein feiner Funk-Groove, stetig marschierend, Bläser, Bass und Hammondorgel. Dazu der soulige Gesang von Joe Dukie, gut eingestimmt, ein perfektes Paar. Das macht Lust auf mehr... 
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V.A. - A Trip to Brazil/Volume 4: Summer Pop Samba (Boutique/Universal Jazz) Teil 4 des Trips bearbeitet eine weitere Baustelle brasilianischer Musik, die so genannte Música Popular Brasileira, kurz MPB. Bisher ist diese Phase weitestgehend ignoriert worden, jedoch ist sie vor allem im Zuckerhutstaat sehr (ge)wichtig und nicht wegzudenken, da sie neue Impulse in die einheimische Szene gebracht hat. Gegen Ende der 70er gab es in der MPB kaum noch Impulse, neue Ideen oder Trends. Der allseits bekannte Gilberto Gil war einer der Ersten, der US-amerikanischen Soul und Funk einfließen lies. Gleichzeitig kamen auch die Fortschritte der Tontechnik in Brasilien auch immer mehr zum Zuge, man verließ die Orginalität des Sounds und fing an Sounds auszutüfteln. Eine neue Generation von Musikern entstand, brasilianische Musik wurde reanimiert. Die Welle erreichte Anfang der 80er auch Europa, vor allem Frankreich, Portugal und Italien. Erstaunlicherweise machte sie um Deutschland einen großen Bogen und Brasilien als ernstzunehmende Musiknation entdeckte man erst in den 90ern. Eine sehr interessante DoCD mit einem umfassenden Booklet mit vielen Hintergrundinformationen. Anspieltipps: Gilberto Gil – Ela, Emilio Santiago – O Amigo De NY, Azymuth – Tempos Atrás.
Mack and MKB - Purdie Baby (Groovecom/Intergroove) Groovecom ist ein neues Label, welches sich den Breakbeats widmet. Mit zwei 12“ präsentiert man sich der Öffentlichkeit. Die Maxi-Single von Mack and MKB ist ein frisches Statement in Sachen NuBreaks, das ganze mit einer großen Portion Funk garniert und aufgepeppt mit Loops und Basslines. Der Remix von Rennie Pilgrim veredelt den Track mit Soul- und R’n’B-Elementen. Insgesamt eine Nummer, die Dancefloor-Qualitäten besitzt und den Weg in die Clubs finden wird. 
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V.A. - King Britt presents Jazzmental (Slip'n'Side) Ganz in der Tradition der Compilations „Jazz In The House“ und „Klubb Jazz“ präsentiert das Label Slip’n’Slide seine neues Werk „Jazzmental“, nur noch etwas experimenteller und Broken Beats & Jazz-lastiger. Die ideale Besetzung für den Compiler wurde mit King Britt auch gefunden. Der aus Philadelphia stammende DJ und Produzent, der von Kindheit an die verschiedensten musikalischen Einflüsse einsaugt –sei es den Philly Sound der 70er, Jazz, House oder HipHop der ersten Stunde- ist einer der talentiertesten seiner Zunft. Kaum einer versteht es die Genre-Grenzen zu sprengen und dabei nicht beliebig oder ziellos zu klingen, sei es bei seinen eigenen Tracks, bei Remix-Aufträgen oder wie hier, als Compiler. Stilsicher und deep steuert er die Tracks zwischen Breaks und Beats, Afro und Funked Up Jazz, genauso wie man es von einem guten DJ im Club erwartet. Anspieltipps:Marc De Clive Lowe – Slide, Ennio Morricone – Come Maddalena (Cosmos Remix), Soldiers of Twilight – Believe (King Britt Funke Remix).
Kosma - New Aspects (Infracom) Neun Jahre nach seinem Debut, endlich nun das Folgewerk. Dazwischen, viel unterwegs und produziert, als Mitglied von Jazzanova, HipHop-Produzent, DJ und Plattendigger. Aber in diesen neuen Jahren hat er seine nächste Platte immer schon im Kopf gehabt und sie erzählt uns von seiner Reise, seiner Orchestralität und der Vielfalt der „Neuen Aspekte“. Die Reise beginnt in Japan -dort war mit Jazzanova (sehr erfolgreich)- und endet nach Stationen in Odessa, Berlin und Brasilien in Französisch-Guyana, um von dort im kosmischen. Eine Platte, selten zart und voller mannigfalter Facetten, die wohl wie ein guter Wein sehr lange reifen musste, um den perfekten Genuss zu garantieren. Super. Wenn man irgendwann mal aus einem Koma erwachen sollte, dann wünscht man sich zum Empfang Musik wie diese... 
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Zico and Lehna - Astro Black (Groovecom/Intergroove) Die zweite Veröffentlichung des neuen Wuppertaler Breakbeat-Labels beackert „Astro Black“, einen Song des legendären Sun Ra Arkestra. Mit viel Feingefühl wird dem jazzlastigen Afro-Beat Track ein Drum’n’Bass Beat unterlegt, der das Original für den Clubgebrauch verfeinert. Der Remix von der Wiener Dub-Schmiede Freedom Satellite streckt wiederum den Beat ins House und entführt uns mit nicht enden wollenden Loops und Effekten ins Nirwana des Universums... Rückkehr ausgeschlossen.
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