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V.A. - The New Gold Standard (Fort Knox Five Recordings/Soulfood) Die noch kurze Geschichte des Quartetts und deren gleichnamigen Label Fort Knox Five ist sehr erfolgreich und nachhaltig. In kürzester Zeit schafften Jon H, Steve Raskin, Sid Barcelona und Rob Myers es, nicht nur in der DJ-Szene Fuß zu fassen, sondern gingen schon mit Gwen Stefani und den Black Eyed Peas auf US-Tour. Die Musik, die sie produzieren, 5 Singles und diverse Remixe bisher, ist eine Funk-geladene Breaks-Melange mit garantierter Zündung, mal mehr Down- mal mehr Upbeat Tempo. Auf dieser Compilation präsentieren sie sich selbst und die anderen Label-Acts, wie z.B. die cosmopolitsch getunten Tracks von International Velvet oder die downbeat-düsteren Tripps von Liftoff. Hoher Standard (Gold), ausgefeilte Arrangements, feine Virtuosität. Prädikate für eine gelungene Werkschau. Anspieltipps: International Velvet feat. Mustafa Akbar - Chariot (Interplanetary Edit), Liftoff - Kool It Man, Fort Knox Five - Brazilian Hipster
Adem - Love And Other Planets (Domino/Rough Trade) Auszeit Pt. 2: Der Londoner Songwriter Adem, Mitglied der Band Fridge, beglückt uns hier mit einem zeitgenössischen Folk-Album. Trotz Handicap, er ist auf einem Ohr taub, schafft er hier einen Klangkosmos von fast epischer Breite, eine frische Reise durch die Wälder und Wiesen Englands, weit entfernt vom 68er Hippie-Muff. Weit geöffnete Räume lassen hier Platz für ambientöse Klänge, für Sound-Flächen und natürlich für seine einfühlsame Stimme. 
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Dublee - Pseudo Harmonia (Mule Electronic/Kompakt) Das zweite Album des Japaners Dublee ist eine Oase elektronisch-minimaler Klimpereien. Vor allem spürt man hier den Einfluss von Basic Channel und Autechre, der unüberhörbar seinen Weg in dieses Album gefunden hat. Dennoch hat Dublee hier schon sein eigenes Werk kreiert, heiter bis sonnig ist hier der Grundton. Dubbig-langsam wie bei "Backyard", forsch und tanzbar wie bei "Route" oder hypnotisch groovend wie "A Half Decades". Jeder Track ein Trip. 
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V.A. - Kyoto Jazz Massive 10th Anniversary (Compost Records/Groove Attack) Kyoto, Namensgeber und Heimatstadt der Brüder Shuya und Yosihiro Okino ist der Ausgangspunkt dieser beachtlichen Karriere. Erstes Ausrufezeichen war die Compilation "Jazz Massive", die alle wichtigen japanischen Player der (Acid) Jazz Szene vereinte. Außerhalb Japans schafften sie den Durchbruch mit der Single "Eclipse", mit dem folgenden Debutalbum "Spirit Of The Sun" war man endgültig der Pate der einheimischen Acid Jazz Szene. Die vorliegende Jubiläums-Compilation präsentiert Remixe von und für Kyoto Jazz Massive, Neuinterpretationen, Tributes und Coverversionen. Das Aufgebot der Künstler, die sich hier versammeln, ist erste Sahne. Ob es Kenny Dope ist mit einem brasilesk-housigen Track ist, Louie Vega mit einer sanften Orgel und Trommelwirbel oder Afronaught mit einer Bossa-Percussionnummer. Die CD besticht durch hohe Musikalität, kein stumpfes Geholze, kein belangloses Geleier. Der Soundtrack für die Sonne. Anspieltipps: Restless Soul feat. Rasiyah - Time To Fly, Louie Vega & The EOL Band - Aphrodite, Aurora - Nacel Do Sol
Klein - The Next Small Thing (Popup Records/Cargo Records) Lutz Nikolaus Kratzer und Patrick Müller bilden dieses Duo, welches sich erst im Herbst letzten Jahres kennen gelernt hat, aber einen direkten Draht zueinander gefunden hat, um ihr Debutalbum zu produzieren. Kratzers heiser hauchende Stimme und müllers Kompositionen bilden eine homogene Einheit. Melancholische Popsongs voll knarrender, knisternder und knarzender Elektronik. 
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Gnarls Barkley - St. Elsewhere (Warner) So merkwürdig sein Name klingt, so mysteriös ist seine Existenz. Doch was Gnarls Barkley mit diesem Album schafft ist mutig und bemerkenswert. Pop mit einem Touch of Isaac Hayes, Prince, Wu-tang Clan und Violent Femmes. Seine markante Stimme treibt die Songs in höhere Dimensionen. G-Funk, Soul, TripHop sind seiner Begleiter durch den psychedelischen Soul-Dschungel. In den richtigen Händen, könnte dieser Typ durchaus die Musikwelt, Charts und Clubs erobern.
Vorsprung Durch Technik - The Gizmo Tapes (In-D Records/Sony Soulfood) Andreas Betten und Olaf Wollschläger melden sich zurück mit ihrem dritten Album. "The Gizmo Tapes" kommt nach ruhigem Start ziemlich flott in Fahrt. Technobeats und Gitarren bestimmen die Geschwindigkeit, nicht umsonst sind sie ein beliebter Live-Act. Aber so richtig Zündung bekommt die Mischung nicht. Zu viel Zitate und Referenzen bestimmen das Album, als das man ein eigenes Profil erkennt. Auf einem Rave mag das funzen, als Album ist mir das zu wenig ...

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The Year Of - Slow Days (Morr Music/Indigo/Hausmusik) Den Titel darf man durchaus ernst nehmen. Das Projekt The Year Of um Bernd Fleischmann ("The HumbuckingCoil") gönnt uns eine Auszeit. Der erste Song "Mantra" startet in bester Twin Peaks Soundtrack Manier: Leichte Soundfetzen aus Blasinstrumenten, Tasten, Becken und Saiten schweben über die Baumwipfel, bevor die Anspannung gelöst wird von einem zarten Downbeat und er Stimme von Christof Kurzmann. Neben beiden erstgenannten gehören noch Werner Dafeldecker, Burkhard Stangl und Martin Siewert zu The Year Of. Sie stammen alle aus dem bereich von experimenteller Musik, Jazz, Dekonstruktivismus und/oder Elektronika. Das Album umspannt eine atmosphärische Dichte, der man sich schlecht entziehen kann, wenn man sich die nötige Ruhe dafür nimmt (das empfehle ich aber auch!). sanfte Popperlen, sehr akkustisch, ohne schwülstigen Ballast, intim und eindringlich. "Don't Get Me Wrong, It's Just A Song" singt Kurzmann im Song "Sleep" einladend ...
Jamie Lidell - What's The Use? (Warp/Rough Trade) Lidell könnte der NuSoul-Artist des angehenden 21. Jahrhundert werden. Der Wahlberliner hat ein Wahnsinnsorgan und nebenbei mit "Multiply" ein astreines Debut-Album hingelegt. "What's The Use", infektiöser Soul-Funk, wird von seinem Berliner Buddy Mocky bearbeitet. Dezent und passend finden hier Rap-Elemente, etwas mehr Funk und eine Flöte ihren Platz. 
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D.P. (aka Deadbeat & Pole) - Krakau EP (Echochord/Kompakt) Zwei Pioniere des modernen Dub-Sounds treffen sich hier für ein Projekt. Scott Monteith (Deadbeat) und Stefan Betke (Pole) experimentieren hier gemeinsam und produzieren zwei elegant klickend-schnaufende dubbende Endlosschleifen. Minimalistisch, kühn, prägnant.
Zero DB - Bongos, Bleeps & Basslines (Ninja Tune/Rough Trade) Chris Vogado und Neil Combstock haben nach 6jähriger Zusammenarbeit auf dem eigenen Label nun bei Ninja Tune unterschrieben, im September wird das Debut erwartet. Vorab gibt es die Single "Bongos, Bleeps & Basslines". Der Name ist Programm, das Titelstück ist eine krude Mischung von Jazz à la St. Germain, Beeps à la Warp, Knarz à la Alter EGOexpress und südamerikanischen Bongos präsentieren uns die beiden. Nichts für zarte Nerven, aber sehr beeindruckend, roh und gut für 4/4 Tanzfläche. Die B-Seite "Know What I'm Sayin'" startet ähnlich, nur etwas temporeduziert und HipHop-orientierter mit Lyrics von Pase Rock (Five Deez/Spank Rock). Mit dieser Single wird die Wartezeit aufs Album gut überbrückt ... 
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Alif Tree - Forgotten Places Remixes (Compost/Groove Attack) "Forgotten Places" ist die aktuelle Auskopplung von Trees Debut-Album, ein Track in dessen Zentrum ein Sample der Jazzlegende Shirley Horn ist. Drumherum baut er einen Bar-rauchigen Jazzsound, klassisch mit Bass, Klavier, Schlagzeug, vor allem aber sehr deep. Und hols' die Geier, dann schafft es Alif Tree Moodyman für einen Remix zu arrangieren. Der fängt an wie das Original, bevor der Track nach kurzer Zeit zerlegt, zerteilt, ergänzt wird, bevor im einem trockenen Percussion/Conga-Solo endet. Der Südafrikaner Felix Laband, ebenfalls mit Debut im letzten Jahr auf Compost, hingegen geht anders vor. Das Gerüst bleibt stehen, doch werden prägende Elemente wie Bass und Tasten entfernt und durch Soundflächen ersetzt. So entsteht der typische Labandsche Sound. Und auch Alif Tree selbst bietet eine Neubearbeitung. Sein "L.A. Mix" ist die 4/4-Version, die Version für den Dancefloor, how House can you go? Insgesamt eine sehr interessante Mischung an Interpretationen, mit Moodymans dekonstruktivistischem Flickenteppich an der Spitze.
One-Two - Love Again (Gentle Farmer/Four Music) "Oh Yeah, Alright" so der Titel der Single-Auskopplung des Debutalbums des Duos One-Two und die Devise dieses Albums. Frisch und frei herunter brennen die beiden Pariser ein Pop-Feuerwerk ab, das mich in seiner Leichtig-, Rotzig- und Vielseitigkeit an Les Rita Mitsouko erinnert. Franzosen gehen soviel unprätentiöser an Musik ran, das weiß man nicht erst seit damals und das setzt sich heutzutage fort mit Bands wie Air, Phoenix, Tahiti 80 und jetzt eben One-Two. Frédéric Beucher und Séverin Tézenas sammeln ihre Lieblingskünstler und fügen das auf sehr elegante und eigene Art und Weise zusammen. Da treffen die Beatles auf das LCD Soundsystem, The Kinks parlieren mit Soulwax und die Beach Boys geben auch noch ihren Senf dazu. Paris ist immer eine Reise wert. 
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Pierre - Eva Blunt (Hörspielmusik/Intergroove) "Eva Blunt" ist ein merkwürdiges Stück Musik, sehr schleppend, etwas hinterher hickend und einfach zu langsam. Da bin ich froh, dass es noch eine B-Seite gibt, der dazugehörende Remix von Frank Martiniq. Und der dachte wohl zuerst an Tempoverschärfung. Ein düsterer crunchender Monster Track, 4/4 Groove, zischelnd und klar treibende Kraft der 12".
V.A. - Spain Is Different Vol. 2 (Hitop/Soulfood) Hitop ist ein kleines aber feines Label aus Spaniens Hauptstadt Madrid, welches vom DJ und Produzenten David "El Gran Lapofsky" Lapof gegründet wurde. Das Spektrum der Releases reicht von Funk, Soul bis hin zu Elektronika. "Spain Is Different" geht in die 2. Runde und hat auch hier wieder die interessantesten spanischen Produzenten der Club-/Elektronik-/DJ-Szene versammelt. Deren Wurzeln liegen im Flamenco, Jazz, Latin, Afrobeat und Reggae. Temperamentvoll-lässig präsentieren sich die Tracks, die das Flair der iberischen Halbinsel repräsentieren. Sei es ein treibender Latin-Jazz House Track von JP Duet mit Balearen-Flair, Professor Angel Dust mit einer krachenden Broken Beat Dancefloorbombe ode das rohe Percussion-Flöten-Broken-Beats-Monster vom Mojo Projekt. Was alle Tracks der CD eint, ihnen scheint die Sonne aus dem Arsch, hier muß man sich automatisch bewegen, Spanien ist nicht nur ein beleibtes Urlaubsland! Anspieltipps: Beat Nation feat. Ben Jammin - Ask Me No Question, Casbah 73 - Cabo Verde strut (Wagon Cookin' Mix), Mojo Projekt - Nana For Child 
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V.A. - Exit Music; Songs With Radio Heads (BBE/Rapster/Rough Trade) Die Band Radiohead erfreut sich äußerster Beliebtheit, ihre eigensinnige und charismatische Ausstrahlung hat sich etabliert und auch bei vielen Produzenten haben die Songs bleibenden Eindruck hinterlassen. Auf diesem "Tribute"-Album sind es Künstler aus dem HipHop-, Soul-, Club- und Elektronikbereich, die sich der Erfolgsband annehmen. Keine einfachen Coverversionen, sondern behutsames Herüberhieven in ihre entsprechenden Genres. Das gelingt vor allem Pete Kuzma feat. Bilal mit einer swingenden Soul-Interpretation von "High And Dry", Matthew Herbert in seiner typischen vertrakten Art mit "Nice Dreams" oder auch RJD2 und ihrem Spacefunk für "Airbag". Es wirkt sich positiv aus, wenn man Leute ans Werk lässt, die sich einer ihrer Lieblingsbands annehmen. Anspieltipps: Pete Kuzma feat. Bilal - High And Dry, RJD2 - Airbag, Osunlade & Erro - Everything In Its Right Place
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