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platten im september:

V.A. - Sonar Kollektiv 4 (Sonar Kollektiv/Rough Trade) Da sind sie wieder, das ganze Kollektiv meldet sich zur diesjährigen Spätsommer-Compilation und präsentiert die ganze Bandbreite des feinen Berliner Labels. Da wummern Dimlite mit einem Remix eines eigenen Tracks durch den Großstadt-Dschungel, Âme pflastern „Holding You“ von Wahoo mit einem strikten Minimallauf zu und aus dem Süden de Republik fahren Trickski mit ihrem Soundmonster geradewegs in die verfrickelten Innenstadt-Gassen. Fat Freddy’s Drop, der Sonar-Act der Stunde, setzen den Tempomat auf lockere Travel-Geschwindigkeit und Capital A, MC aus Philadelphia, cruist extrem lässig mit den Jungs von Slope mit seinem HipHopkreuzer durch die Straßen. Es passiert einiges in unserer Hauptstadt und dank des Sonar-Labels kommen oft sehr gute, eigenwillige und inspirierte Ergebnisse raus. Qualität ist eben das beste Rezept. Anspieltipps: Fat Freddy’s Drop – Roady, Wahoo – Holding You (Âme Remix), Outlines – Just A Lil’ Lovin

 

Minus 8/Zwicker - Swiss Pocket Electro Beats (Compost Black Label) Mit der vierten 12“ aus der Black Label Serie wirft Compost einen Blick in die Schweiz. Zwei der dort angesagtesten Produzenten haben hand angelegt und feine Elektrobeats produziert.. Zu einem ist es Robert Jan Meyer aka Minus 8, der auch in Deutschland durch diverse V.Ö.s bei Compost oder Stereo DeLuxe wohlbekannt ist, der andere ist Cyril Boehler mit seinem Projekt Zwicker. Der Blick lohnt sich, die Schweizer Club-Szene ist lebhaft und fresh, am besten vor Ort überzeugen lassen.










Tosca - Heidi Brühl (!K7) Der viel zu früh gestorbenen Heimatfilm-Diva Heidi Brühl ist die aktuelle Single-Auskopplung von Toscas Album „J.A.C.“ gewidmet. Die vorliegende 12“ beinhaltet vier Remixe verschiedenster Couleur. Es beginnt mit dem Swag’s Warehouse Workout, der in typischer Housemanier prächtig marschiert. Es folgen Tempodrosselung von Plantlife, dem neuen NeoFunk-Stern aus L.A., elektroide Tempoverschärfung von Makossa & Megablast und schließlich eine Prise West Coast Funk von Sa-Ra. Klasse Club-Tool.



Boozoo Bajou - Dust My Boom (!K7) Neulich las ich irgendwo etwas Gemeines über Downbeats als Genre im Allgemeinen. Eine Ausnahme, so hieß es, sei das neue Boozoo Bajou Album. Wenigstens da konnte ich nicht wiedersprechen, alles andere war grauselig und anmaßend. Zurück zu „Dust My Broom“, dem Album der beiden Nürnberger Produzenten Peter Heider und Florian Seyberth, denn hier haben wir es mit den Gary Coopers des dubbigen Reggae-esken Downbeats zu tun. Locker und unbeeindruckt schicken sie ihre Tracks zum Showdown. Im Vergleich zum umjubelten Vorgänger und Debut „Satta“ ist der neue Longplayer mit viel Gesang ausgestatten. Dank der diversen MCs/Sängern und Tempowechsel werden hier verschiedene Stimmungen in Szene gesetzt. Das geht über eine Blues-artige Nummer mit Ben Weaver über den manischen Ragga-Gesang von MC Top Cat bis hin zur neuen traditionellen Gemächlichkeit eines Joe Dukie. Ein Volltreffer mit vielen weiteren Perlen und bestimmt nicht das letzte gute Down... ach, lassen wir das.


Mr. Oizo - Moustache (Half A Scissor) (F-Com/Pias) Quentin Dupieux aka Mr. Oizo ist ein wahres Multitalent. Sein großer Hit „Flat Beat“, einem Song für einen Levi’s Werbespot, entspringt komplett (inkl. Video und Puppe) aus seiner Hand. Seine neue Platte „Moustache (Half A Scisor)“ spiegelt das noch mal in sich wieder. Der Elektronik-Frickler präseniert Bruchstücke von Tracks, teilweise nur 1 Minute lang, hektische Sequenzen, mit sehr eigene Strukturen. Allein der Durchbruch will nicht so richtig gelingen. Das Album endet, bevor man überhaupt versteht, was da passiert ist und es bleibt ein merkwürdiges Fiepen im Ohr zurück.











Goldfrapp - Supernatural (Mute/Labels) Mit ihrem neune Werk „Supernature“ gehen Alison Goldfrapp und Will Gregory einen großen Schritt in Richtung britischen Pop und verlieren dabei leider etwas von ihrem ambientösen Charme. Man nähert sich dem Mainstream und hinterlässt eine große Lücke. Schade.

 

Frank Popp Ensemble - Touch and Go (Unique/Groove Attack) So authentisch und elegant wie Frank Popp schafft es kaum einer die 60s mit ihrem Sound in die Gegenwart und Zukunft zu transportieren. „21st Century Soul“ nennt er das und das kommt gut an, die Musik macht eine gute Figur im Club und auf der Tanzfläche. Nicht nur dort, denn „Touch And Go“ präsentiert sich Gitarren-lastiger und Song-orienierter als sein Vorgänger „Ride On“ und lädt damit auch zum entspannten Home-Listening ein.



Stereo MCs - Paradise (Grafitti Rec./Pias) Das erfolgreichste Britische HipHop-Duo meldet sich zurück. Mit ihrem fünften Studio-Album in 17 Jahren gehören sie nicht gerade zu den produktivsten Musikern, dennoch haben sie mit ihren Werken eindrucksvolle Spuren hinterlassen wie z.B. mit „Connected“, dem Funk-Smash-Hit aus dem Jahre ’92. Irgendwas läuft hier nicht mehr ganz richtig, etwas zu routiniert und ideenlos wirkt „Paradise“. Es klingt einfach wie ein Stereo MCs-Album. Das ist zwar immer noch besser als viele aktuelle HipHop-Acts, aber es klingt so wie ein Rolling Stones Album wie ein Rolling Stones Album klingt... „Nicht schon wieder“ sagt man sich jedes Mal, denn wann hatten die ihr letztes gutes Album? Das war irgendwann im letzten Jahrtausend.

 

Opensouls - In Your Hands (Remixes) (Curl Curl Music/Intergroove) Das neuseeländische Opensouls Kollektiv um Jeremy Toy, Isaac Aesili und Julien Dyne ist präsentiert eine 12“ mit vier Remixen von „In Your Hands“. Herausstechen tut keiner, im Gegenteil, etwas überambitionierte Broken Beats Geleier, höchst durchschnittlich.










Princess Superstar - My Machine (!K7) Es sprudelt nur einfach aus ihr heraus, insgesamt 25 Tracks. Princess Superstar schnappt sich verschiedenste Produzenten (Armand Van Helden, Todd Terry, Boris Dlugosch, Arthur Baker etc.) und kreiert ihr eigenes Monster. „My Machine“ verbindet HipHop, Elektro, Disco-Punk und weitere obskure Sounds. Gierig saugt sie alles auf, zerhackt es und rotzt es wieder aus, energetisch, im Stile einer geheimnisvollen Diva. „I’m So Out Of Control“ singt sie und das ist gut so.



Mouse On Mars - Live04 (Sonig/Rough Trade) Zehn Jahre hat es gedauert bis sich Mouse On Mars dafür entscheiden konnten eine Liveplatte herauszubringen, obwohl sie doch gerade für ihre dynamischen Live-Auftritte bekannt und beliebt waren/sind. Aber genau das ist der Punkt, sie haben sich immer dagegen gewehrt einen zweidimensionalen Abklatsch ihrer dreidimensionalen Konzerte auf den Markt zu werfen. Hier haben sie sich über 600 Stunden Livematerial von diversen Touren durch Europa, Asien und den USA vorgenommen und liebevoll akribisch selektiert, so dass eine für sie befriedigende Mischung herauskam. Wir können auch damit zufrieden sein mit dem Dokument einer der wichtigsten deutschen Elektronika-Bands.

 

Jestofunk - The Anthology (Irma Records/Mconnexion) Nach fast 15 Jahren Bandgeschichte gibt es endlich eine Best-Of CD von Jestofunk mit ihren größten Hits und Perlen. Die drei italienischen DJs Claudio Rispoli, Francesco Farias und Blade prägten entscheidend den Funk unserer Zeit, den NuFunk, eine mit House fusionierte Variante. Als Bonbon gibt es noch eine zweite CD, dort befinden sich fast alle Song der ersten CD als Remix. Schillernde Tracks von House-Größen wie Steve ‚Silk’ Hurley, Bob Sinclar, Terry Frley oder Atjazz machen auch diese CD zum Genuss.










Pest - All Out Fall Out (Ninja Tune/Rough Trade) Das ist schon eine äußerst bemerkenswerte Mischung an Musikern, die sich hier unter dem Namen Pest versammelt. Ein Cello-Spieler, ein HipHop MC/DJ, ein Bläser aus der Bollywood Brass Band, ein Techno-Produzent und ein Gitarrist. Entsprechend bunt das Ergebnis, hier übernimmt jeder mal die Verantwortung in einem Track, Grundzutat aber bleibt hier der Funk und gebrochene Beats. Etwas mehr Homogenität hätte jedoch nicht geschadet, zu unüberlegt kommen hier einige Rhythmenwechsel, so dass das Album manchmal etwas zu künstlich wirkt.


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Schwarz Rot Rund





Ausgabe 11/2006 ab sofort im Handel mit folgenden Themen: Chris Liebing, Cosmic Gate, Heiko Laux, Knee Deep, Milk and Sugar, M.A.N.D.Y., Chicago Special, etc. (www.raveline.de)




aus dem archiv:
August/September 2006 mit Plaid & Bob Jaroc, Movements 2, New Flesh, DJ Krush, DJ Spinna, etc.
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Juni/Juli 2006 mit Phoenix, Herbert, Boards Of Canada, Richard Dorfmeister vs. Madrid De Los Austrias, etc.
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Mai 2006 mit Adem, Dublee, Klein, Gnarls Barkley, Jamie Lidell, Zero DB, etc.
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April 2006 mit Morrissey, Gerd, Ursula 1000, Ascii Disko, Swayzak, Analord, etc.
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März 2006 mit Tosca, Nightmares On Wax, Urban Delights, Markus Güntner, Skye, etc.
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Februar 2006 mit Roy Ayers, Exillon, Voom Voom, Stereo Total, Microsillon EDU K und Prefuse 73
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Januar 2006 mit Egoexpress, Boozoo Bajou, Compost Black Label und dem Sampler Echo Beach.
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Dezember 2005 mit Colossus, Mattafix, Terry's Cafe, Secret Mommy, c/o Pop und Raz Ohara.
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November 2005 mit Dub Club, Marcus Worgull, Sofa Surfers, Jazzflora, Princess Superstar, Mozez, etc.
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Oktober 2005 mit Balkan Beat Box, Lotek Hi-Fi, Confutatis, Torpedo Boyz, Guido Schneider, etc.
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September 2005 mit Mr. Oizo, Sonar Kollektiv, Tosca, Goldfrapp, Frank Popp Ensemble, etc.
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August 2005 mit Superimposers, Egoexpress, Tocotronic, Fat Freddy's Drop, Boozoo Bajou, etc.
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Juli 2005 mit Funky Lowlives, Sell & Snackman, Rivera Rotation, Ferenc, John Tejada & Adrian Leviste, etc.
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Juni 2005 mit Gilles Peterson in Africa, Urbs, Lawrence, Bebel Gilberto, Richard Davis, Roisin Murphy, etc.
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Mai 2005 mit Superpitcher, Maximo Park, Boom Dip, Recloose, Kosma, Mack and MKB, etc.
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